Interessengemeinschaft der Krieger-, Veteranenvereine
und Soldatenkameradschaften im Landkreis Rosenheim e.V. (IG Rosenheim)



Sonderzugreise

Mecklenburgische Seenplatte / Schwerin vom 22. bis 25. April 2010

Nichts zeigt uns mehr als die Gräber unserer Gefallenen, Vermissten und Verstorbenen das wir ein Volk eine Nation sind.
Gemeinsam haben unserer Väter für dieses Land gekämpft. Gemeinsam sind sie gefallen, gemeinsam ruhen sie auf den Soldatenfriedhöfen in aller Welt. Für Sie gab es keinen Westen oder Osten keine Wessis oder Ossis.
Auch wenn wir heute wissen, das sie für eine falsche Ideologie missbraucht und geopfert wurden, haben sie im Glauben daran das richtige zu tun gehandelt.
Als man unser Land nach dem Krieg teilt, haben wir auch geglaubt das richtige zu tun. Wir haben eine Mauer gezogen durch unser Land. Wir haben an dieser Mauer gestanden und haben geglaubt Deutschland verteidigen zu müssen gegen Deutsche.
Wir wurden getäuscht und haben uns täuschen lassen. wir wurden missbraucht wie unsere Väter und Großväter damals.
Auch wenn wir heute die Teilung überwunden haben, werden wieder Fronten aufgebaut.
Lassen wir nicht zu, dass Ideologien und Weltanschauungen, Egoismus und Vorurteile erneut einen Keil durch unser Land treiben, nehmen wir das uns Verbindende als Vorbild, dann werden wir das Trennende überwinden.
In unser Gedenken möchte ich ganz besonders die in den letzten Tagen gefallenen Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan einschließen.
Vor 65 Jahren haben unsere Mütter und Großmütter unserer Väter und Großväter beerdigt, heute beerdigen wir unsere Söhne.

Pius Graf

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600 Teilnehmer beim Sonderzug nach Schwerin

Die alljährliche Sonderzugreise der IG der Veteranenvereine des Landkreises Rosenheim führte dieses Jahr zur Mecklenburgischen Seenplatte und nach Schwerin.
Bestens ausgerüstet mit Speis und Trank startete der Sonderzug von Kufstein aus über Rosenheim München, wo erstmals auch Teilnehmer aus Landsberg am Lech zustiegen, nach Waren/Müritz. Von dort ging es dann mit Bussen weiter ins Hotel, das Platz für alle 600 Gäste hat.
Die Müritz, Deutschlands größter Binnensee, liegt direkt vor dem Hotel und viele nutzten denn schönen Abend noch zu einem späten Spaziergang am See.
Am ersten Tag wurde die Reisegesellschaft von achten Schiffen direkt am Hotel abgeholt und über die Müritz, den Eldenburger Kanal, Kölpinsee nach Waren gebracht. Nach Stadtbesichtigung in Waren und Mittagessen, fuhren die Schiffe quer über die Müritz nach Röbel. In der größten Feldscheune Deutschlands, mit einer Nutzfläche von 10.000m².  trafen sich anschließend alle Teilnehmer zu Kaffee und Kuchen.  Die ehemalige Scheune dient heute als Ausstellungs- und Messeraum, Handwerks- und Kunsthandwerksstätten, eine Hotel und einen großen Marktplatz für 800 Personen sind dort untergebracht.
Der nächste Tag war dem Besuch und der Gedenkfeier im Soldatenfriedhof in Schwerin gewidmet. Hier sind neben den Gefallenen und Verstorbenen, auch viele in den Kriegswirren der letzten Tage ums Leben gekommen Vertriebene und auch in den Monaten nach dem Krieg an ihren Verletzungen Verstorbene beerdigt wurden.
Gemeinsam mit den Fahnenabordnungen der Veteranenvereine aus Bruckmühl, Niklasreuth, Schönau und Zaisering marschierten die Abordnungen der Stadt, des Volksbundes und die Vertreter der Kirchen, geführt von der Niklasreuther Blasmusik zu dem in der Mitte des Friedhofs aufstehendem Ehrenmal.
Dort begrüßt der Stadtpräsidenten der Stadt Schwerin, die Reisegesellschaft und sprach ein paar erklärende Worte zum Friedhof und Stadt. Den kirchlichen Segen spendete der evangelische und katholische Pfarrer gemeinsam.
In seiner  Ansprache sagte 1.Obmann Pius Graf: „nichts zeigt uns mehr, als die Gräber unserer Gefallenen, Vermissten und Verstorbenen, das wir ein Volk eine Nation sind. Gemeinsam haben unserer Väter für dieses Land gekämpft. Gemeinsam sind sie gefallen, gemeinsam ruhen sie auf den Soldatenfriedhöfen hier in Deutschland und in aller Welt. Für sie gab es keinen Westen oder Osten“.
Am Schluss seiner Ansprache, schloss er noch ganz besonders die gefallenen Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan, in die Gedenkfeier ein. „Vor 65 Jahren haben unsere Mütter und Großmütter unsere Väter und Großväter beerdigt, heute beerdigen wir unsere Söhne“ waren seine letzten Worte die viele der Teilnehmer, Tränen in die Augen drückten.

Gemeinsam wurden anschließend unter den Klängen des „Guten Kameraden“  und der Nationalhymne,   Kränze der Interessengemeinschaft und der Stadt Schwerin niedergelegt. 

Ein großer Dank Grafs galt den anwesenden Schweriner und Schwerinerinnen für die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung. Anschließend standen eine Stadtrundfahrt und die Besichtigung Schwerins, des Schweriner Schlosses und des Buga-Geländes 2009 auf dem Programm.
Zum Abschluss der Reise trafen sich alle Teilnehmer noch zu einem Abend mit Musik und Tanz im großen Saal des Hotels.
Hier bedankte sich die IG noch mit einem Geschenk bei verschiedenen Teilnehmern.
Mit einem Blumenstrauß bei Frau Eva-Maria Langenheldt, Brannenburg und Christine Schneider aus Bruckmühl als eine der ältesten und eine der jüngsten Mitreisenden. Mit einen Falsche Schnaps  bei Paul Steinbeiß, Rott und Christian Pfeilstetter, Rechtmehring für ihre dreißigste Sonderzugreise. Ein herzlicher Dank galt auch Dr. Werner Schedlbauer, Flintsbach, für mittlerweile 10 Jahre medizinische Betreuung des Sonderzuges aus. Erstmalige nahm auch die Blaskapelle aus Niklasreuth teil, die für die musikalische Umrahmung des ganzen Programms zuständig war.

Nächstes Jahr fahren wir nach Budapest, und wir werden ganz besonders darauf achten das das Programm so gestaltet wird, das auch die wieder mitfahren können, die Einschränkungen beim Gehen haben. Wir werden extra Programmpunkte zusammenstellen, damit es keine weiten Wege für diesen Personenkreis gibt. Wir können auch Rollstühle zur Verfügung stellen, und ein Arzt ist immer dabei, so Graf auf die Frage nach der Reise 2011

Eine besondere Überraschung konnte Obmann Graf, Frau Kellnberger aus Pfaffenhofen machen. Über 60 Jahre nach ihrem Wegzug aus dem Ort Vietgest bei Güstrow, dort wurde Sie 1946 als achtjähriges Flüchtlingsmädchen mit ihren Eltern untergebracht, fuhren sie gemeinsam dort hin. Es war ihr erster Besuch nach dieser langen Zeit und Frau Kellnberger konnte das Schloss, das Haus und die Umgebung besichtigen in dem Sie und ihre Familie die ersten Jahre nach der Vertreibung verbrachten.

Pius Graf

Wer Interesse am gesamten Video-Film hat, der möge sich bitte an Obmann Pius Graf wenden.