Interessengemeinschaft der Krieger-, Veteranenvereine und Soldatenkameradschaften im Landkreis Rosenheim e.V.

(IG Rosenheim)



Sonderzugfahrt nach Istrien 2009

Soldatenfriedhof Pula

Soldatenfriedhof in Pula

Weitere Bilder von der Sonderzugreise

 

Veteranen besuchen den Soldatenfriedhof in Pula

Die alljährliche Sonderzugreise der IG der Veteranenvereine des Landkreises Rosenheim führte dieses Jahr nach Istrien.
Bestens ausgerüstet mit Speis und Trank startete der Sonderzug mit über 500 Teilnehmern am frühen Morgen von Rosenheim aus nach Koper/Slowenien Die Teilnehmer staunten nicht schlecht, als sie am Bahnhof von 10 Bussen der Firma Astl, Oberaudorf, erwartet wurden, die sie zum Hotel in Vrsar brachten. Am ersten Tag besuchte die Reisegesellschaft Opatija und lernten auf der Fahrt das Hinterland Istriens kennen.
Der nächste Tag war dem Besuch des Soldatenfriedhofes in Pula gewidmet. Auf dem ehemaligen Marinefriedhof der k.u.k. Monarchie wurden die Teilnehmer von Bürgermeister der Stadt Pula, und Vertretern des österreichischen Schwarzen Kreuzes begrüßt.
In seiner Ansprache sagte 1.Obmann Pius Graf, „ Insgesamt wurden hier ca. 50.000 Menschen beerdigt. Sie alle ruhen hier, in der Hoffnung, nie wieder Krieg. Fast 150 Jahre besteht dieser Friedhof und diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Wir blicken heuer auf 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland zurück. Eine Ära des Wiederaufbaus und Wohlstands, eine Zeit in Frieden und Freiheit wie es unser Volk noch nicht erlebt hat. Aber diese Hoffnung hat sich auch für uns nicht erfüllt. Seit vielen Jahren stehen wieder junge deutsche Soldaten im Kriegseinsatz. Sind junge Männer aus unseren Familien währen ihres Einsatzes ums Leben gekommen. Das wird bei uns in der Öffentlichkeit leider wieder einmal verdrängt, aber auch Sie sind Opfer von Krieg und Gewalt".
Von der Stadtkapelle Pula musikalisch umrahmt, wurden anschließend Kränze niedergelegt.
Am Nachmittag stand die Besichtigung von Pula und Rovinj auf dem Programm, bevor es mit dem Boot entlang der istrischen Küste zurück zum Hotel ging.
Zum Abschluss bedankte sich Pius Graf nochmals sehr herzlich bei allen für die Teilnahme an der Sonderzugfahrt, besonders bei den älteren Mitreisenden, viele von Ihnen noch Kriegsteilnehmer und Zeitzeugen, für die es trotz mancher Beschwernisse immer noch selbstverständlich ist an den Sonderzugreisen zu Gedenken an die Gefallenen und Vermißten teilzunehmen. Ein herzlicher Dank galt auch der Firma Astl, für die großartige Unterstützung bei der Planung und Ausführung der Reise.